Klangfarben

gemischter Chor Vahlde, Fintel


Stimmungsvolle Liebeslieder und mehr

Drei Chöre geben bestens besuchtes Sommerkonzert im Rathaussaal 
„Singen macht glücklich wie Sex“

von Monika Fricke

Osterholz-Scharmbeck. Unter dem Motto „Don’t Worry, Be Happy“ veranstaltete der A-Cappella-Chor „Kontrapunkt(e)“ zusammen mit den Gastchören „Klangfarben“ aus Fintel- Vahlde und dem Bremer Frauenchor „Chorona“ ein stimmungsvolles Chorkonzert im Rathaussaal. Alle drei Chöre werden von Martina von Ahsen, einer erfahrenen Musikpädagogin aus Bremen, geleitet. Das Konzert war so gut besucht, dass die Sitzplätze nicht ausreichten und kurzerhanddie Chorsänger und -sängerinnen ihre Stühle dem Publikum anboten. Martina von Ahsen freute sich über die zahlreichen Gäste. „Singen macht glücklich“, so die Chorleiterin, „genauso glücklich wie Sex“. Das Publikum solle Abstand vom Alltag gewinnen und sich bei gefühlvollen Lebensliedern, bei Liedern der Renaissance sowie der 20er und 40er Jahre, bei Oldies und Popmusik entspannen. Der Gastgeberchor „Kontrapunkt(e)“ eröffnete das Sommerkonzert mit den Abba- Hits „Dancing Queen“ und „Mamma Mia“. Rund 30 Sängerinnen und Sänger in rot-schwarzer Kleidung gaben unter der Leitung von Martina von Ahsen vierstimmig ihr Bestes. Es folgte der gemischte Chor „Klangfarben“. Bunte Krawatten der Frauen und Männer symbolisierten ihre bunte Gesangsvielfalt aus Sopran und Alt, bass und Tenor. „Nun folgt das kürzeste Lied, das ich kenne“, kündigte die Chorleiterin die Bearbeitung eines Textes von Joachim Ringelnatz an: „Im Park“ mit gerade mal Takten. Der Chor beeindruckte zudem mit seiner Version des bekannten altenglischen Liebesliedes „Greensleeves“ sowie einer Interpretation in russischer Sprache zu Texten von Tschaikowski. Besondere Arrangements stammten von der Chorleiterin selbst, so etwa die peruanische Volksweise „El Condor Pasa“, welche durch die Bassstimmen besondere Akzente erhielt. 13 Sängerinnen des Frauenchores „Chorona“ (= Chor ohne Namen) kamen mit Herbert Grönemeyers „Mambo“ auf die Bühne: Zu „Ich drehe schon seit Stunden, hier so meine Runden“ kurvte eine Sängerin mit einem Lenkrad vor den Sängerinnen herum. Einige Lieder begleitete die Chorleiterin nun am Piano, so auch ein schwedisches Lied aus dem Film „Wie im Himmel“, in dem es heißt: „Ich will spüren, dass ich lebe“. Der Frauenchor sang den Originaltext in schwedischer Sprache. Das Publikum applaudierte zwischen den Songs aller drei Chöre
begeistert.